Ich lernt einen Glückwunsch, der klang wohl recht gut von Segen, Gesundheit und fröhlichem Mut; — ich hab ihn vergessen. Drum nehmt dafür hin mich selber und glaubt mir, der Glückwunsch steckt drin!
Nun ist das Jahr zu Ende. Ein neues heut beginnt. Drum bringt zur Jahreswende euch gute Wünsche euer Kind: Gesundheit, langes Leben, alles möge gut gedeihn. Auch ich will danach streben, euch ein gutes Kind zu sein.
Das alte Jahr versinkt im Meer der Zeiten. Die Glocken läuten schon das neue ein. Es möge Glück und Freude euch bereiten und liebreich wie ein teurer Freund euch sein. Wir wünschen euch, die ihr in treuer Hut uns Kinder sicher stets geleitet habt: Das neue Jahr meint es mit euch recht gut, vergelte reichlich, was ihr anderen gabt. Vor allem soll das neue Jahr euch bringen Gesundheit, Liebe, Kraft, der Welt den Frieden. Das Leben soll euch sorgenfrei gelingen. Das sei im neuen Jahr euch stets beschieden.
Ich folge gern der guten alten Sitte, am Neujahrsmorgen Blumen euch zu reichen. Zugleich richt ich ans Schicksal diese Bitte: Das neue Jahr sei friedlich ohnegleichen. Dass unsre Liebe blühe und gedeihe, so bunt und üppig wie der Blumenstrauß, das wünsche ich. Wir halten uns die Treue gewiss im neuen Jahre auch.
Liebe Oma (Tante), wir sind da und wir schreien laut hurra! Denn dein Namenstag ist heute und das Haus ist voller Leute. Welch ein Trubel, Heiterkeit, grade zu der Kaffeezeit, und du wirst nun, wie seit Jahren, deine Torte uns auffahren, deine Kuchen, selbst gebacken, und du läufst dir schief die Hacken, um uns alle satt zu machen. Oh, wir können schmausen, lachen! Eigentlich gebührte dir unser ganzer Dank dafür. Doch wir spachteln alles rein; die Geschenke sind nur klein, die wir dir gegeben haben. Doch du liebst uns alte Knaben, liebst die Kinder, liebst die Jungen, bist wie wild herumgesprungen. Du bedienst uns ganz perfekt; wir nur haben dein Haus verdreckt, garantiert! Ich sag dir bloß: Deine Freude wird doppelt groß, weil wir hier, und du wirst sehen, nochmals, wenn wir — wieder gehen!
Heut zu deinem Namensfeste wünsch ich dir das Allerbeste. Kann dir freilich gar nichts schenken als ein herzliches Gedenken; denn ich bin ja noch so klein. Immer wird das nicht so sein! Bin ich groß, dann sollst du sehen, werde ich dir zur Seite stehen, werde deine Arbeit tun und du darfst im Lehnstuhl ruhn!
Ich und mein Schwesterlein, sind wir auch noch so klein, wir tun es doch den anderen nach und wollen heute am Namenstag die Stimmchen froh erheben: Der liebe Großpapa soll leben!
Mein Tantchen, sieh als Gratulant komm heute ich zu dir gerannt; mein Wunsch steigt aus dem Herzensgrund und heißt: Bleib fröhlich und gesund! Kehr oft in unserm Hause ein, du sollst uns stets willkommen sein, denn eine Tante, lieb wie du, der fliegen alle Herzen zu!
Wieder ist ein Jahr vergangen, grad erst hat es angefangen, tröste dich und bleibe froh, andern geht es ebenso, lasse dich durch nichts verdrießen, frohe Stunden zu genießen, dann sagst du in einem Jahr, dieses Jahr war wunderbar.
Die Flocken tanzen um das Haus, die Wälder sehen nach Winter aus; doch mit dem Januar begann ein neues Jahr. Die dunklen Tage gehen vorbei, denn länger — um einen Hahnenschrei — ist jeder Tag. Und so geht's weiter bis Frühling ist: Na, der wird heiter! Bevor es heuer Frühling wird, da gibt's ein Fest; habe geirrt ich mich vielleicht? Oh nein, oh nein: Geburtstagsfest soll heute sein, und dazu gratuliere ich. (Verena), ich umarme dich