Meine Lieben, seid mal still, weil ich euch was sagen will. Seht, die Fenster blank geputzt und der Blumenstock gestutzt, blickt euch um im ganzen Raum, ihr entdeckt ein Stäubchen kaum. Wer hat österlich geschmückt unser Heim, dass wir vergnügt uns ans Eiersuchen machen? Ja, wer sorgt für all die Sachen? Unsre liebe Mutti doch! Stimmt mit ein: Sie lebe hoch.
Es ist bekannt seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör. Mit diesem hier aus Weinbrand und Eiern sollt Ostern ihr recht fröhlich feiern. Lasst ihn in frohen Festtagsstunden euch wohl bekommen und köstlich munden
Viele Eier legt uns ins Gras der gute fleißige Osterhas. So fand ich heut manch volles Nest als süßen Gruß zum Osterfest. Ihr liebsten Eltern von der Welt habt wohl den Hasen mir bestellt! Nein, das vergesse ich euch nicht und danke euch mit dem Gedicht.
Ich hab den Osterhasen gesehn! Er wackelte mit den Ohren. Ein Körbchen voll Eier ließ er stehn. Hat er das wohl verloren? Die Eier sind für mich, sagst du? Au fein, dann greif ich gleich mal zu. Hör nur, was ich dir sage: Recht frohe Feiertage!
Ein großes Nest voll goldener Eier, das wünsch ich euch zur Osterfeier! Wenn ich leer ausginge, das wär schade, drum wünsch ich mir welche aus Schokolade.
Mit runden Küchlein, würzig-fein, denn „Labekuchen" sollen sie sein, stell ich mich heute bei dir ein. Lebkuchen sind's zum Feste für dich und deine Gäste. Wer solch ein zartes Oblatenbrot dem Freundeskreis zur Labung bot, litt unter Armut nicht und Not. Lebkuchen war'n begehrt, als Heilmittel verehrt. Ich bring dir Küchlein, würzig-fein, Wegzehrung sollen sie dir sein, sie sollen stärken dich, dass kein Gebrechen und kein Leid dich quält zur Weihnachtszeit!
Ich bummelte über den Weihnachtsmarkt, da habe ich mir gedacht, ein kleines Mitbringsel sollte es sein, was dir sicher Freude macht. Ich schlenderte dann bis vor dein Haus und drückte gleich auf die Klingel, du schautest aus dem Fenster heraus und dachtest: Was will der Schlingel? Ich will ehrlich gar nichts! Ich wollte dir nur eine Weihnachtsfreude heut machen. Drum packe mein kleines Präsent nur aus und – freue dich über die Sachen!
Die Weihnacht kommt im Sauseschritt, die kleine Maus saust eilig mit, ihr Mäuserich saust hintendrein, das muss eine fröhliche Weihnacht sein. Im Zimmer steht ein Tannenbaum, den Mäusen ist es wie im Traum. Lebkuchen knabbern, welch ein Glück! Die Mäuschen fressen sieben Stück. Doch dir wünsch zur Weihnacht ich viel mehr: einen Riesensack, von Geschenken schwer, keine Sorgen mehr, keinen Kummer, kein Leid und eine echte Zeit der Besinnlichkeit!
Heut morgen klingelte vorm Zoo der Postausfahrer Holldrio; er hat da etwas zugestellt. Ein Päckchen war's aus ferner Welt. Ein Weihnachtspäckchen kommt seit Jahren zum Christfest fern von den Kanaren. Wenn's Weihnacht wird, dann ist sie da, die Post aus Gran Canaria, stets adressiert: „Ans Affenhaus". Die Affen packen alles aus und finden acht bis neun Bananen, gespendet von den Affen-Ahnen, die noch in freier Wildbahn wohnen. Dies Päckchen tat sich gar nicht lohnen, wär's nicht gedacht als Christgeschenk. Bananen gibt's genug, ich denk, bei uns und jeder Affe hat im Speiseplan: Bananen satt! Doch um den Inhalt geht es nicht. Gleichwohl aus dieser Sendung spricht die Liebe und Verbundenheit von Tier zu Tier zur Weihnachtszeit und darum, Leute, freun sich so aufs Christfest nicht nur die Affen im Zoo: Weil's dich und mich genauso freut, wünsch ich eine fröhliche Weihnachtszeit!