Siebzig Jahre tapfer leben, siebzig Jahre Schaffen, Streben, das ist Segen ohne Gleichen nicht ein jeder kann's erreichen. Siebzig! - Diese Zaubersieben ist ein Jahr, das muss man lieben.
Tu ins Märchen einen Blick, sieben heißt dort immer Glück. Sieben Geißlein, sieben Raben, sieben köstlich kecke Schwaben, sieben aus dem Zwergenreich, sieben gar auf einen Streich.
Auch bei allen Schäfersleuten tut die Sieben viel bedeuten: sieben Kräuter sind von Nöten, dass sich blasse Wangen röten. Sieben Gifte man versenke in die Zauberliebestränke.
Auch Lebkuchen wird mit sieben der Gewürze vorgeschrieben. Schaut man sich im Altertum nach der Wundersieben um ist sie überall zu finden, ihre Macht uns anzukünden.
Mond- und Sonnenbahnen frage jede Woche sieben Tage. Sieben Wunder hat die Welt und sogar am Himmelszelt strahlt die hohe Sternensieben feurig auf das Schwarz geschrieben.
Fünfundzwanzigtausend Tage voller Lust und voller Plage, sechs mal hunderttausend Stunden wie viel Freuden, wie viel Wunden!
Siebzig Jahr, ein langes Leben - und nun heißt es weiterstreben. Immer höher, immer weiter, bis zur letzten Sprosse heiter! Wann sie kommt, weiß Gott allein, möge er gnädig mit uns sein.