Rasch ist die Spanne Zeit vergangen, Ein neuer Abschnitt bricht heran ; Da schauen wir mit Lust und Bangen Auf die zurückgelegte Bahn. Noch einmal zieht an uns vorüber Der Freuden und der Leiden Schar, Und ängstlich klopft das Herz darüber : Wo sind wir wohl bis übers Jahr ? -
Will uns das Glück aufs neu beschenken, Erfahren wir des Lebens Not ? Ruft uns vielleicht, noch eh` wir` s denken, Von unsern Lieben fort der Tod? Vernichtet uns des Unglücks Toben Was uns auf Erden teuer war? Was werden alles wir erproben An Lust und Leid bis übers Jahr?
O, lasst in gläubigem Vertrauen Uns künftigem Los entgegengehn; Kommt auch die Nacht mit ihrem Grauen, Die Sonne lässt am Tag sich sehn, Er, der dem Frühling seine Blüten Und Wonnen sendet immerdar, Er wird auch fürder uns behüten Und unser Haus bis übers Jahr.