Erlaube mir an diesem Freudentage, Der deinen Namen, teurer Vater, trägt, Dass ich mit kindlich frohem Herzen sage, Was oft und tief mein Innerstes bewegt.
Ich darf ja nur empfinden und vergleichen, Um einzuseh'n, wie sehr ich glücklich bin! Ach! Dem Gefühl muss selbst die Sprache weichen. Ich bin und bleibe deine Schuldnerin.
Noch kann ich nicht ganz mein Glück begreifen, Noch dämmert mir der Jugend Rosenschein; Doch soll zur Frucht der Hoffnung Blüte reifen; Nicht unwert will ich deiner Liebe sein.
Zu arm an Kraft für meine volle Seele, Zu tot für mein Gefühl ist jedes Wort, Dass ich, o Vater, dir zu danken wähle; Doch eine Stimme spricht im Herzen fort.
Und laut und mächtig rufe diese Stimme, Wenn ich je strauchle, mich zurück zur Pflicht. Dass jede Glut in meiner Brust verklimme, Die dem Gebot der Tugend widerspricht.
Sei glücklich! Ihre schönsten Kränze winde Dir noch die Freude! Lange schenke mir Dich noch der gute Gott! Zum Angebinde Bring ich ein Herz voll Dank und Liebe Dir.