Aus des Himmels Sternenhallen geht ein neues Jahr hervor und von allen Seiten schallen Wünsche und Bitten an sein Ohr. Armut klagt: Ich trinke Wasser und mein Brot ist hart wie Stein. Gib mir, wie dem reichen Prasser, leckere Kost und guten Wein! Habgier ruft: Ich kann nicht rasten, ich muss stets nach Golde glühn; lass denn meinen Gott im Kasten immer wachsen, immer blühn! Ehrgeiz sagt: Ich blick und strebe zu des Ranges Gipfeln auf. Drum, so hoch du kannst, erhebe mich in deiner Monde Lauf. Selbstsucht schreit: Gib her, gib alles, alles, alles meinem Ich! Achte nicht des andern Schalles, sorge nur allein für mich! Freundschaft fleht: Die besten Gaben spende meinem Biederfreund! Ich will lieber selbst nichts haben, wird nur ihm kein Wunsch verneint. Liebe spricht: Was mir auch fehle, das entbehr ich mit Geduld; doch zu meiner zweiten Seele neige dich mit Segenshuld! Und wir andern alle bitten: Sei der ganzen Erdenschar in Palästen und in Hütten ein erwünschtes Friedensjahr!