Die Flocken tanzen um das Haus, die Wälder sehen nach Winter aus; doch mit dem Januar begann ein neues Jahr. Die dunklen Tage gehen vorbei, denn länger — um einen Hahnenschrei — ist jeder Tag. Und so geht's weiter bis Frühling ist: Na, der wird heiter! Bevor es heuer Frühling wird, da gibt's ein Fest; habe geirrt ich mich vielleicht? Oh nein, oh nein: Geburtstagsfest soll heute sein, und dazu gratuliere ich. (Verena), ich umarme dich!
Du bist ein reifes Früchtchen schon, doch noch nicht wie Dörrobst auf dem Balkon, eine „alte Pflaume" bist du vielleicht, die einen hohen Grad an Süße und Reife schon erreicht; aber innerlich bist du noch ganz okay, und wenn ich auf dein Figürchen seh, auch immer noch lecker, nicht faul, immer froh, drum sag ich dir heut nur: Mach weiter so! Ich bin mir ganz sicher, du wirst dich nicht härmen, wenn dich eifrig die süßen Bienen umschwärmen. Ich wünsche dir Glück, und — sei nicht verwundert an vergnüglichen Jahren noch ein halbes Hundert!
Willkommen im Club der „Gruftis"! Vor allem soll es dir in unserem Club auch gefallen. Die guten Jahre sind nun zwar vorbei, doch kommen jetzt die „fetten" an die Reih. Sei nicht traurig und reiß dich zusammen, Mann, denn mit (66) Jahren fängt doch das Leben erst an! Und auch mit der Liebe ist längst noch nicht Schluss; es geht nicht mehr so schnell, doch — mit viel mehr Genuss
Mit dem WIDDER beginnt der Sternenreigen. Dies sollte man keinesfalls verschweigen. Ich wünsche für die Zukunft dir Glück und Verstand, und — geh nicht immer gleich mit dem Kopf durch die Wand.
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Der Zweite im Sternenkreis ist der STIER. Zu deinem Geburtstage gratulier ich dir. Ich heb dich auf meinen Schild. Bleib friedlich und ruhig und werde nie wild.
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Der ZWILLING hat eine Zwillingsnatur. In der schönsten Zeit, wenn die ganze Flur mit Blüten bedeckt ist, da feierst du Geburtstag! Ich wünsche dir Glück dazu.
Heut zu dem Geburtstagsfeste wünsch ich dir das Allerbeste, alles, was du wünschest dir sehr, und noch vieles, vieles mehr! So zum Beispiel alle Zeit ungetrübte Heiterkeit und Gesundheit — ohne Frage — bis ans Ende deiner Tage, dass du stirbst an Altersschwäche, wenn wir weinen Tränenbäche, weil das Leben du beendet erst, wenn 100 du vollendet. Sei am Abend wie am Morgen frei von Trübsal, frei von Sorgen, frei von Kummer; sei im Glück jeden, jeden Augenblick!
Schier dreißig Jahre bist du alt, hast manchen Sturm erlebt; hast stets wie ein Recke gestritten, und hast du auch manchmal gelitten, wir beide haben niemals gebebt. Wir haben manche liebe Nacht durchzecht, bis der Tag graut. Schnaps allein, du hast uns erwärmet, und was mein Herze hat gehärmet, das hab ich dir alles vertraut. Geplaudert hast du gern mit mir, du warst mir still und treu. Deine Augen sind nun umrändert, doch sonst hast du dich nicht verändert. Drum, Alter, werd nicht wieder neu. Und mögen sie mich verspotten, du bleibst mir teurer noch. Wo die erste Falt Platz genommen, ist sie nur vom Lachen gekommen, du bleibst mir der Allerliebste doch! Doch wenn die Abschiedsstunde kommt, in siebzig Jahrn mag's sein; lieber N N, lass dich mit mir begraben, weiter will ich von dir nichts haben; lass mich immer bei dir sein. Da liegen wir zwei beide bis zum Appell im Grab. Der Appell, der macht alles lebendig, da ist es denn auch ganz notwendig, dass ich meinen N N hab.
Mein Freund, ich bin ein armer Schlucker, und meine Schätze liegen in dem Mond. Auch hab ich viele schöne Güter im Lande, wo die Hoffnung thront. Von dorten her bring ich dir eine Gabe. Ich hoffe, dass sie wichtig dir erscheint, denn sie ist heiter wie die Morgensonne, und der dir's bringt, er ist dein Freund!
Fröhlich wir versammelt sind, grüßen das Geburtstagskind. Es vergehen dir Hören und Sehn, denn wir singen, als wären wir zehn: Oh, wie bist du schön! Bleibe fröhlich und gesund, komme nie nicht auf den Hund, lass dir's immer wohl ergehen. Heut kannst du uns feiern sehen: Oh, wie bist du schön!
Liebes Tantchen, es ist wahr, heute wirst du 80 Jahr! Alle kommen sie gelaufen, mussten erst noch Blumen kaufen, brachten Kuchen und Pralinen: Liebes Tantchen, gönn es ihnen, laufen sie sich Hacken krumm. Unsere (Hilde) ist nicht dumm, weiß, wohin der Hase läuft, wem das Herz vor Liebe träuft, oder wer schon mit Bedacht an das „Erbe" hat gedacht. Mir, das weißt du allemal, ist das alles ganz egal, weil ich dich von Herzen mag, nicht nur heut am Ehrentag. Wärst du arm wie eine Maus, glaube mir, ich „hielt dich aus". Ohne Ketten, Schmuck und Ring wärst du grad so'n liebes Ding. Drum zum Trotz der ganzen Brut, bleib gesund, sei auf der Hut, so wie heute, geistig klar, Tantchen, leb noch 20 Jahr, und für alle, die dich lieben, werde bitte 107! 107 — dieses Ziel ist als Vorsatz nicht zu viel. Mach mir vorher keine „Schande": Halte durch, geliebte Tante!