Schier dreißig Jahre bist du alt, hast manchen Sturm erlebt; hast stets wie ein Recke gestritten, und hast du auch manchmal gelitten, wir beide haben niemals gebebt. Wir haben manche liebe Nacht durchzecht, bis der Tag graut. Schnaps allein, du hast uns erwärmet, und was mein Herze hat gehärmet, das hab ich dir alles vertraut. Geplaudert hast du gern mit mir, du warst mir still und treu. Deine Augen sind nun umrändert, doch sonst hast du dich nicht verändert. Drum, Alter, werd nicht wieder neu. Und mögen sie mich verspotten, du bleibst mir teurer noch. Wo die erste Falt Platz genommen, ist sie nur vom Lachen gekommen, du bleibst mir der Allerliebste doch! Doch wenn die Abschiedsstunde kommt, in siebzig Jahrn mag's sein; lieber N N, lass dich mit mir begraben, weiter will ich von dir nichts haben; lass mich immer bei dir sein. Da liegen wir zwei beide bis zum Appell im Grab. Der Appell, der macht alles lebendig, da ist es denn auch ganz notwendig, dass ich meinen N N hab.