Zwar holte der Pfarrer euch nicht zum Altar. Er dachte, ihr seid wohl kein richtiges Paar, weil ihr nicht Bübchen und Mädchen seid; und so was in unserer „modernen" Zeit! Und doch habt wie Mann und wie Frau ihr gelebt und immer nach Treue und Freundschaft gestrebt. Die Liebe war stets euer hehres Ziel und was ihr erreicht habt, ist schon sehr viel. Ihr gabt euch das Jawort; ein zärtlicher Kuss besiegelt den Bund fürs Leben zum Schluss. Ein Priester war es, der euch besuchte, auch wenn darüber die Amtskirche fluchte. Die Freundschaftssegnung ist trotzdem geschehen, ihr werdet nie mehr auseinander gehen. Und wenn keine Hochzeitsglocken euch läuten, ihr wisst, was sie anderen Paaren bedeuten; ihr wollt keine Sensationsgeschichten, doch seid ihr für gleiche Rechte und Pflichten. Es fährt euch kein Weg hin zum Standesamt, haltet euch trotzdem die Treue mit eisernem Band! Wer zum Liebsten hält und die Treue kennt, braucht dazu kein Heiratsdokument!