Im Mittelalter war's noch schlecht, da hatten Frauen gar kein Recht. Sie wurden — ach, du liebe Zeit! —, dem ersten, besten Mann verfreit. Da half kein Stöhnen, Grunzen: es zählten nur die Penunzen. So dacht auch Ritter Rußig und sprach: „Heiraten muss ich!" Er nahm ein Weib. Jedoch, oh Graus! Er kam nicht aus der Rüstung raus. Sie hatte nicht viel gekostet und war total verrostet. Niemand hat Hilfe ihm gebracht. Dem Paar blieb in der Hochzeitsnacht nur Beten und dann Fasten. Ob die zusammenpassten? Bei euch gab's andere Probleme. Da war ein Knistern und Gesehne, da war die Liebe mit ihm Spiele, es ging auch nicht ums Geld, das viele. Hans wollt ein Frauchen, hübsch und fein, die Helga sollt die Seine sein. Und als er sich ihr Herz genommen, ist er sehr schnell aus dem Anzug gekommen. Danach nahm alles seinen Lauf; die Liebe höret nimmer auf? In fünfzig Jahr sei's noch wie heut. Ich wünsch euch eine glückliche Zeit und dass ihr nie mit der Liebe spart, das hofft und glaubt Freund Eduard.