Ich will's dir nimmer sagen, wie ich so lieb dich hab, im Herzen will ich's tragen, will stumm sein wie das Grab. Kein Lied soll's dir gestehen, soll flehen um mein Glück; du selber sollst es sehen, du selbst – in meinem Blick. Und kannst du es nicht lesen, was dort so zärtlich spricht, so ist's ein Traum gewesen: Dem Träumer zürne nicht!
Mein Herz ist so traurig, ich weiß nicht, um was. Bist Liebchen mir böse? Wie bitter wär das! Nein, wolle nicht weiter mir schmollen mehr und reich mir dein kleines Patschhändchen her. Denn willst du nicht freundlich mehr mit mir tun, so kann ich ja nimmermehr rasten und ruhn.
Lieber, heiliger Valentin, wandle meines Liebchens Sinn. Lass es nicht so spröde sein; schick ihm warmen Sonnenschein, dass sein kaltes Herz auftaut, dass es mich verliebt anschaut, dass vorbei sind meine Leiden und ich leben kann in Freuden, weil auch ich ein Liebchen hab, herzig treu bis an das Grab. Lieber, guter, heiliger Mann, höre meine Bitte an: Rühre meines Liebchens Herz und vorbei ist all mein Schmerz!
Stets, wenn du dir denkst, die Last sei zu schwer, dann hol dir vom Himmel einen Sonnenstrahl her. Die Strahlen vergolden die dunkelsten Tage, erhellen dein Herz und vermindern die Plage. Und wenn grad kein Strahl durch die Wolken bricht, dann lächle — und glaub mir: Es strahlt dein Gesicht!
Wie könnt ich dein vergessen! Dein denk ich allezeit. Ich bin mit dir verbunden, mit dir in Freud und Leid. Ich will für dich im Kampfe stehen, und, sollt es sein, mit dir vergehen. Wie könnt ich dein vergessen! Dein denk ich allezeit. Wie könnt ich dein vergessen! Ich weiß, was du mir bist, solang ein Hauch von Liebe und Leben in mir ist. Ich suchte nichts, als dich allein, als deiner Liebe wert zu sein. Wie könnt ich dein vergessen! Ich weiß, was du mir bist.