Ein Hauch liegt über den Bäumen, Und Rotgold funkelt auf jedem Blatt, Lass mich von Deinen Haaren träumen, Das auch solch' leuchtende Farbe hat.
Was ist es, das mich erschüttert? Ist doch schon lange alles vorbei. Ich habe Deinen schmalen Brief zerknittert, Ich riss ihn spöttisch entzwei.
Was hast Du mir doch geschrieben? Noch seh' ich der Handschrift stolzen Schwung. Du schriebst: „Vergessen ist unser Lieben, Es blieb mir keine Erinnerung.
Ich habe Dich lange vergessen, Und mein Flatterseelchen begreift es nicht mehr, Dass Du es gehabt und besessen, Ist ja auch schon so lange her.
Ich habe Dich lange vergessen. Nur wenn einer mich küsst, dann ist es vorbei, Dann muss ich den Kopf in die Kissen pressen, Dass ich nicht Deinen Namen schrei."
Ich hab Deinen schmalen Brief vernichtet, Und meine Augen schauen starr In die Sonne, die sterbend flüchtet, Die leuchtet in Rotgold - wie Dein Haar.
Gib mir noch nicht Deinen schönen Mund, Bleib so! - Das Antlitz in meiner Nähe Und öffne der Lippen schwellendes Rund, Dass ich Dein Verlangen sehe.
Bis mein Verlangen zum Schmerze schwillt, Aber dann komm! - Dann gehörst Du mir! Bis uns das Blut von den Lippen quillt, Küss' ich dein schönes Mündchen Dir.
Meine begehrende Manneskraft Dringt in Dein innerstes Leben hinein. Lass uns vergehen in Leidenschaft, Lass uns Gottheit und Tierheit sein.
Ich liebe dich, weil ich dich lieben muss; Ich liebe dich, weil ich nicht anders kann; Ich liebe dich nach einem Himmelsschluss; Ich liebe dich durch einen Zauberbann.
Dich liebe ich, wie die Rose ihren Strauch; Dich liebe ich, wie die Sonne ihren Schein; Dich liebe ich, weil du bist mein Lebenshauch; Dich liebe ich, weil dich lieben ist mein Sein.