Der Herr im Haus, wie man´s versteht, ist der wohl, der die Hosen trägt. Doch ist es heute schwer zu sagen, da beide ja jetzt Hosen tragen.
Um eine Ehe zu erhalten, um sie harmonisch zu gestalten, geb´ ich der Frau den guten Rat, mit Vorsicht: Sei ein Diplomat.
Da wir es ja schon oft geseh´n und es schon 1000-mal gescheh´n, die Ehe dabei scheitern kann, wo man das Recht entzieht dem Mann.
Du Frau bist ja dafür geschaffen, aus einem Haus ein Heim zu machen. Und bist du klug, verstehst du´s dann durch List zu fesseln deinen Mann.
Du Frau sollst dich dem Manne fügen, ihn dann mit deinem Charme besiegen; die Zärtlichkeit ist dein Gewinn, sie wirkt auf ihn wie Medizin.
Es kann dir nur zum Vorteil sein, flößt du ihm diese Droge ein.
Du kluge Frau, dann mit Bedacht, gib auf das Barometer acht.
Zeigt es wohl ein Gewitter an, mach schleunigst aus dem Weg dich dann.
Nimm Anteil dann an seiner Klage und unterlasse nie die Frage: wie er den Arbeitstag verbracht und dass du oft an ihn gedacht.
Willst du ihn dann auch mal bestechen, lass ihn nie fühlen seine Schwächen. Lass ihn erkennen durch ´ne List, dass er der Herr im Hause ist.
Sei nie bestrebt in dem Gelingen, den Mann stets in die Knie zu zwingen. Eins willst du nicht um alle Welt, einen Mann dann als Pantoffelheld.
Wahr´ das Geheimnis einer Frau, trag deine Blöße nie zur Schau, so wird die Neugier ihn bezwingen und er wird eifrig um Dich ringen.
Zum bösen Spiel erlern das Lachen, freundliche Miene auch zu machen, befolge diesen guten Rat, so macht´s genau ein Diplomat.
Nun Mann, lass auch der Frau ihr Recht, da sie gehört zum schwachen G´schlecht. Lass sie darunter doch nicht leiden, so wirst du manchen Streit vermeiden.
Und sag ihr oft, dass du sie liebst, dein Leben wohl für sie auch gibst. Vor Eifersucht sollst sie verschonen, dafür wird sie dich belohnen.
Vermeide jeglichen Verdruss, leb mit der Frau auf gutem Fuß. Und das es auf die Dauer hält, erhöhe ihr das Haushaltsgeld.
Sag nie, dass faltig ihr Gesicht, ja, so etwas verzeiht sie nicht.
Wird deine Frau auch älter dann, treu bleib ihr stets als Ehemann.
Lass dich von keiner dann berauschen, sie für ´ne Junge einzutauschen. Sie ist dir mehr als nur ´ne Frau, was sie wohl tut, du weißt´s genau.
Dies alles dann für wenig Geld, macht sie zur besten Frau der Welt.
Dass sie auch Krankenschwester ist und Koch, im Falle, du vergisst´s, hilft dir so manche Bürde tragen; Mädchen für Alles, sozusagen.
Nun, das Rezept wird sich bewähren, bei dem, der es gebraucht in Ehren, da Eheglück und Einigkeit - stets beruht auf Gegenseitigkeit
Es ist allgemein bekannt, trampelnd kommt der Elefant und zerbricht das Porzellan, hält auch vor dem Glas nicht an. Was er hinterlässt ist Stück- werk und bringt niemand Glück.
Anders ist´s wenn Nachbars Peter, Hinz und Kunz, kurzum ein jeder, Teller, Töpfe, Kannen, Tassen statt sie im Regal zu lassen, fröhlich oder tief bewegt vor des Brautpaars Tür zerschlägt. Dies wird Ihnen gar nicht wehren, sondern emsig Scherben kehren, bis ein Haufen sich erhebt, der stracks in den Himmel strebt.
Als vor vielen hundert Jahren uns´re heidnischen Vorfahren noch an böse Geister glaubten, die dem Heim den Frieden raubten, jagten Sie mit Schimpf und Schreck, diese argen Trolle weg. Mit Gepolter und Getöse kämpfen Sie gegen das Böse. So liegt denn ein tiefer Sinn, in dem Polterabend drin.
Böses weiche von der Schwelle, Gutes nahe, Licht und Helle. Viele Scherben wünschen wir deshalb liebes Brautpaar, dir
Seit Tagen war das Paar aktiv, wohl selten, dass man soviel lief. Es gab zu machen und zu klären, man schuftete zu eignen Ehren.
Die Aufregung kam noch dazu, man hatte kaum mehr seine Ruh’. Vor Stress mit einem Bein im Sarg, steht vor der Tür der große Tag.
Man lässt ihn rein und auch die Gäste, gefeiert wird das große Feste. Getanzt, geredet und getrunken, zum Abschied jedem zu gewunken.
Nun hat man endlich es geschafft, die Gäste weg, sich aufgerafft, den Feiertag jetzt zu beenden, er trägt sie kraftlos auf den Händen.
Das Ziel, es ist das Hochzeitsbett, schön dekoriert, nett und adrett, nun steht bevor die Hochzeitsnacht, doch es kommt anders als gedacht.
Die Füße platt, der Kopf ganz leer, Arme und Beine sind so schwer, die Augen rot und blass die Backen und steif ist bestenfalls der Nacken.
Wer denkt denn jetzt noch an Verkehr? Man(n) möchte und kann auch nicht mehr. Der Wunsch ist nur noch einzuschlummern, und sich um gar nichts mehr zu ku(e)mmern.
Doch morgendlich erwacht man dann als Ehefrau und Ehemann, man schaut verliebt und auch verträumt und holt schnell nach, was man versäumt’.
Wer hat sich das wohl ausgedacht, den Mythos von der Hochzeitsnacht? Der Zeitpunkt, es sich zu besorgen, ist nicht die Nacht, es ist der Morgen
Ich wende mich an das Brautpaar heute, an die zwei verliebten Leute, und will einen Rat Euch geben, wie das nun einmal so ist im Leben.
Habt Ihr im Leben einmal Streit, so haltet diese zwei Kerzen bereit, denn sie können Euch wieder die Liebe geben, wie das nun einmal so ist im Leben.
Wer von Euch einen Streit entfacht, den anderen einmal traurig macht, der zünd die erste Kerze an, denn sie sagt verzeih und warte dann.
Die Flamme soll brennen wie ein Fanal, soll rufen ´Ich liebe Dich, verdammt noch mal´, und ob Du Frau bist oder Mann, geh hin und zünd´ die andere an.
Und wenn dann beide Kerzen brennen, die Trauer- sich ändern in Freudentränen, seit Ihr der Liebe wiedergegeben, wie das nun einmal so ist im Leben.
Ich wünsche Euch Ihr braucht nie die Kerzen verwenden, und möge nie Eure Liebe enden, darauf will ich mein Glas erheben, wie das nun einmal so ist im Leben
Wenn man das zierlichste Näschen Von seiner liebsten Braut Durch ein Vergrößerungsgläschen Näher beschaut, Dann zeigen sich haarige Berge, Dass einem graut
Stand ein junges Veilchen auf der Weiden, Lieb und herzig, in sich, und bescheiden; Und ein wackrer Jüngling über Land Kam hin, da das Veilchen stand.
Und er sah das Veilchen auf der Weiden Lieb und herzig, in sich, und bescheiden; Sah es an mit Liebe und mit Lust, Wünscht es sich an seine Brust.
Heute wird das Blümchen ihm gegeben, Dass er´s trag´ an seiner Brust durchs Leben! Und ein Kreis von edlen Menschen steht Ernst und feiert mit Gebet.
Seid denn glücklich! Gott mit Euch, Ihr Beide! Seine »Sonn´ am Himmel« schein´ Euch Freude; Und in Eurer Freud´, in Eurem Schmerz Seine »bessre« Euch ins Herz
Was passt, das muss sich ründen, was sich versteht, sich finden, was gut ist, sich verbinden, was liebt, zusammen sein. Was hindert, muss entweichen, was krumm ist, muss sich gleichen, was fern ist, sich erreichen, was keimt, das muss gedeihn