Liebe Oma (Tante), wir sind da und wir schreien laut hurra! Denn dein Namenstag ist heute und das Haus ist voller Leute. Welch ein Trubel, Heiterkeit, grade zu der Kaffeezeit, und du wirst nun, wie seit Jahren, deine Torte uns auffahren, deine Kuchen, selbst gebacken, und du läufst dir schief die Hacken, um uns alle satt zu machen. Oh, wir können schmausen, lachen! Eigentlich gebührte dir unser ganzer Dank dafür. Doch wir spachteln alles rein; die Geschenke sind nur klein, die wir dir gegeben haben. Doch du liebst uns alte Knaben, liebst die Kinder, liebst die Jungen, bist wie wild herumgesprungen. Du bedienst uns ganz perfekt; wir nur haben dein Haus verdreckt, garantiert! Ich sag dir bloß: Deine Freude wird doppelt groß, weil wir hier, und du wirst sehen, nochmals, wenn wir — wieder gehen!
Heut zu deinem Namensfeste wünsch ich dir das Allerbeste. Kann dir freilich gar nichts schenken als ein herzliches Gedenken; denn ich bin ja noch so klein. Immer wird das nicht so sein! Bin ich groß, dann sollst du sehen, werde ich dir zur Seite stehen, werde deine Arbeit tun und du darfst im Lehnstuhl ruhn!
Ich und mein Schwesterlein, sind wir auch noch so klein, wir tun es doch den anderen nach und wollen heute am Namenstag die Stimmchen froh erheben: Der liebe Großpapa soll leben!
Gott segne Dich zu Deinem Namensfeste! Wie dieser Gruß so schön doch klingt! Gott segne Dich, das ist der Glückwunsch, den liebend Dir mein Herz darbringt.
Was könnte man wohl Bess'res wünschen? In diesem Wunsch geht alles auf. O selig, wer vom Herrn gesegnet durchwandelt seinen Lebenslauf.
Gott segne Dich an jedem Morgen, den seine Vaterhuld Dir schenkt. Von diesem goldnen Morgensegen des Tages Heil und Glück abhängt.
Gott segne Dich am späten Abend, bevor die dunkle Nacht bricht ein, und wenn dann die Ruhe Du genießest mög' Gottes Segen mit Dir sein.
Gott segne Dich in frohen Stunden, Gott segne Dich in Leid und Schmerz. In Sonnenschein und Sturmesbrausen steht fest und mutig dann Dein Herz. Gott segne Dich!
Sah heut’ den Fünften Rabenschwarm Das Heizkraftwerk Umfliegen. Es lag Bedeutung In der Luft, Als ob Sieger Abschied nähmen, Greise längst Im Bettlerkleid, Die kein Schwein Vom Ofen locken. Es schwieg die Stadt Zu dieser Stunde, Kein Martinshorn Das Jetzt Zerriß, Nur ich, der Frevler und Verkünder, Sagte heimlich Deinen Namen.
Wer wollte nicht mit frohem Herzen Sich dieses schönen Tages freu´n? Wer wollte nicht in Lust verloren, Dem Edlen, dem dies Fest erkoren, Des Herzens reinste Wünsche weih´n?
So bring' ich dir aus reiner Seele Denn diese schlichten Worte dar; Ich kann zwar nichts, als Wünsche, geben; Doch werden sie zur Gottheit schweben, Und jeder fromme Wunsch wird wahr.
Könnt' ich dich mit dem erfreu'n, Was ich längst im Herzen trage! Doch, nicht bloß am Namenstage, Immer sollst du glücklich sein.
Immer fröhlich und beglückt Deines Lebens Wege gehen, Überall nur Freude sehen! Dann ist auch dein Kind entzückt
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Damit wir gut, wie du, mit Fassung geh'n, Und, bald nach dir, entnommen dieser Erden, Dort ewig auch mit dir vereint uns seh'n.
O! Schöner hoher Schmuck von greisen Haaren, Wenn sie solch' ehrenvolles Alter bleicht, Und jeder dir noch gern in fernen Jahren Den Kranz der Ehrfurcht und der Liebe reicht.
Wohl dem, der nie auf dornenvollen Wegen, Und den auf Blumen nie dein Bild verlässt! - D'rum Mutter, deine Liebe, deinen Segen, - Und viele Jahre noch dein Namensfest!
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Dein Namenstagsmorgen Verscheuche die Sorgen, Und möge dir Freuden Die Fülle bereiten.