Nimm ein Quantum guten Willen, 50 Gramm Bescheidenheit, eine gute Dosis Frohsinn und dazu Verträglichkeit. Misch in dieses Eingedenken Elternliebe mit hinein, und du hast für alle Zeiten das Rezept zum Glücklichsein.
Nutze deine jungen Tage, lerne zeitig, klüger sein. Auf des Glückes großer Waage steht die Zunge selten ein. Du musst steigen oder sinken, du musst herrschen und gewinnen oder dienen und verlieren, leiden oder triumphieren, Amboss oder Hammer sein!
Im lauten Festgesang bring unserem Lehrer Dank, wer ihn verehrt! Jauchzt ihm ein Lebehoch und betet, dass er noch in langen Jahren sich des Lebens freu! Wer liebevoll und mild des Lehrers Amt erfüllt und gut wie er dem Klügeren dient und nützt, den Schwächeren unterstützt, verdient der Schüler Dank, hoch lebe er! Im lauten Festgesang bring unserem Lehrer Dank, wer ihn verehrt! Jauchzt ihm ein Lebehoch und betet, dass er noch in langen Jahren sich des Lebens freu!
Nimm dieses Leben nicht so ernst! Recht spaßhaft ist's im Allgemeinen. Je besser du es kennen lernst, je munterer wird es dir erscheinen. Kein Drama ist's im großen Stil, wie du dir denkst – mit Schuld und Sühne; es ist ein derbes Possenspiel auf einer Dilettantenbühne. Zwar wär's nicht halb so jämmerlich, wenn nur die Leute besser spielten, und wenn die Lustigmacher sich nicht immer für die Helden hielten.
Herr Lehrer, ich bedanke mich für Ihren schönen Unterricht. Ich konnte wohl, ich wollte nicht, ich war ein kleiner Bösewicht und Sie ein grober Lehrer.
Der Schule sagst du nun ade und trittst ins Leben ein. Vielleicht tut dir der Abschied weh. Nun ja, es könnte schlimmer sein. Schau nur voran, blick nicht zurück, marschiere geradewegs ins Glück und nimm bedächtig, mit Verstand, des Schicksals Zügel in die Hand. Verachte auch die Worte nicht, die dir ein guter Freund nun spricht: Vergiss mich nicht in künftgen Zeiten. Lass von der Treue dich geleiten, gemeinsam teilen Freud und Last wir. Denk daran, dass einen Freund du hast.
Zuerst, da kleckst die Feder noch, da bricht der Bleistift ab. Das aber gibt sich, glaub mir's doch, sehr bald. 'nen Wanderstab zum Schulweg brauchst du nicht. Doch schenk ich dir, eh's Herz dir bricht, 'ne große Tüte voll mit Süßigkeit, die soll dir Freude geben heut.
Auch ich hab mal so angefangen, bin wie du zur Schule gegangen zum allerersten Mal. Das war nicht sehr mein Fall, ich habe gezittert und Unheil gewittert; doch das gab sich schnell, denn mein Köpfchen war hell. Drum sag ich dir was: Lernen macht Spaß! Und dein Lehrer, ich wett, ist sicher sehr nett. Nun schenk ich dir zum Schulbeginn was Feines, nimm es fröhlich hin. Diese Süßigkeiten soll'n dich heut begleiten.